Politische Feindseligkeit und gesellschaftliche Polarisierung nehmen nachweislich zu. Dies wirkt sich unmittelbar auf das Wohlergehen von Menschen aus, die zivilgesellschaftlich oder politisch aktiv sind, sowie auf betroffene Communities.
Forschung belegt diesen Zusammenhang. Eine Metaanalyse zeigt, dass Diskriminierungserfahrungen u.a. mit erhöhten Entzündungswerten einhergeht. Eine weitere Studie zeigt, dass chronische Diskriminierungserfahrung den täglichen Cortisolrhythmus abflacht, ein Muster, das mit posttraumatischer Belastung in Verbindung gebracht wird.
Diese Beispiele zeigen nur kleine Ausschnitte vom Preis anhaltender politischer und gesellschaftlicher Feindseligkeit. Unabhängig von einem einzelnen auslösenden Ereignis tragen Betroffene ein erhöhtes Risiko für Burnout, für Rückzug aus ihrem Engagement und langfristige gesundheitliche Folgen. Es besteht daher ein ausgewiesener Bedarf an präventiver, niedrigschwelliger Unterstützung, die genau diese Zielgruppe und dieses spezifische Risiko adressiert.
Daher diese Workshopreihe.
- Die Workshops werden zunächst online und auf Englisch gehalten; spendenbasiert
- Sie sind aber alle auch auf deutsch durchführbar
- Wenn du einen Workshop für eine geschlossene Community oder Gruppe oder auf Deutsch anbieten möchtest, oder vielleicht in Präsenz, nimm gerne Kontakt auf, damit wir gemeinsam besprechen können, wie er organisiert werden kann.
- Die Workshops sind neurodivergenz- und traumainformiert
- Es werden laufend neue Workshops veranstaltet; trage dich in die E-Mail Liste ein, um Updates zu erhalten
Workshop 1: Stabilität in politisch feindseligem Klima

Teilnehmende bewerteten diesen Worskshop mit ’sehr hilfreich‘ (5/5).
15. August, englische Sprache, online, spendendbasiert
Stabilität in politisch feindseligem Klima (engl.: How to Stay Sane in a Politically Hostile Climate) behandelt die Auswirkungen feindseliger politischer Botschaften auf das individuelle Wohlergehen, sowie konkrete Ansätze, diesen entgegenzuwirken.
Er vermittelt praktische Wege, Handlungsfähigkeit und Hoffnung wiederherzustellen, ohne die Realität zu verleugnen. Wir erkunden, wo toxische Positivität und moralischer Druck gegen die eigene Gesundheit wirken, und stellen gängigen Vermeidungsmustern gesündere Alternativen gegenüber. Es werden dokumentierte Praktiken aus der Geschichte kollektiver Widerstandsbewegungen präsentiert als Grundlage für Zuversicht.
Es geht auch darum, wie wir auf politische und gesellschaftliche Feindseligkeit reagieren, und welche Möglichkeiten es gibt, uns dabei zu festigen, statt nur über Wasser zu halten. Wir beschäftigen uns mit Strategien und Perspektiven, die langfristige Resilienz für uns selbst und unsere Communities unterstützen. Dazu gehört auch, Wege zu finden zu handeln, ohne auszubrennen.
Wenn wir von politischer Feindseligkeit und Unsicherheit betroffen sind, geraten wir leicht in ein Spannungsfeld: informiert bleiben und uns für soziale Gerechtigkeit einsetzen, und gleichzeitig unsere mentale Gesundheit zu schützen.
Themen des Workshops:
- wie politische Feindseligkeit uns dysreguliert, und wie wir dem entgegenwirken können
- praktische Wege, Handlungsfähigkeit und Hoffnung wiederzugewinnen, ohne die Realität zu verleugnen
- wie toxische Positivität und Moralität gegen unsere Gesundheit eingesetzt werden
- Klassische Abwärtsspiralen erkennen und vorbeugen
- Zahlen und Fakten aus Geschichte und Statistik des Widerstands, die uns Hoffnung geben können
- Raum für Fragen, Austausch und Reflexion.
Hier geht es zur Anmeldung und englischen Blogeintrag des Workshops
Workshop 2: Selbstregulierung in schwierigen Zeiten

22. August, englische Sprache, online, spendendbasiert
Menschen, die Rassismus, Marginalisierung und Ausgrenzung erleben, haben bezüglich Selbstregulierung erschwerte Bedingungen. Das Nervensystem unter chronischer sozialer Belastung hat oft einen anderen Grundtonus, auch treffen uns schwererwiegendere gesundheitliche Konsequenzen, wenn seine Stabilität ins Wanken gerät. Es ist deswegen wichtig, Selbstregulierung in einem Umfeld zu besprechen, zu lernen und zu üben, das sicher, erfahren und über diese spezifischen Bedürfnisse (und Vorsichtsmaßnahmen) informiert ist.
In dem Workshop Selbstregulierung in schwierigen Zeiten (engl.: Holding Ground: Self-Regulation In Difficult Times) üben wir verschiedene Techniken, um in Momenten von Anxiety und emotionalem Stress das Nervensystem auf sichere Weise aus dem Alarm herauszubegleiten. Dauer: ca. 2 Stunden, oder halbtags in Kombination mit dem zweiten Workshop
Hier geht es zur Anmeldung und englischen Blogeintrag des zweiten Workshops
